Leistenbruch – Leistenbruch-OP


Leistenbruch – Ursache und Notwendigkeit der Leistenbruch-OP

Die Bauchwand besteht aus mehreren Lagen Muskeln und straffen Häuten, die nach einem bestimmten Muster übereinander geschichtet sind.
Dadurch ergeben sich an den Übergängen natürliche Schwachstellen. Im Normalfall spielt dies keine Rolle, aber manchmal sind diese Schwachstellen so dünn, dass sich Anteile des Bauchinneren dort hineinstülpen können und es kommt zum Leistenbruch.
Der Patient nimmt dann von außen an der Bauchwand oder in der Leiste eine Schwellung wahr, wenn er hustet, lacht oder einen schweren Gegenstand anhebt. Die Größe des Leistenbruchs kann breit variieren. Schmerzen können auftreten, aber das muss nicht zwangsläufig sein.

Leistenbruch-OP - Wann Versorgung?

Wann ist ein Eingriff, die Leistenbruch-OP erforderlich? Bei körperlich aktiven Menschen mit hohem Anspruch an ihre Leistungsfähigkeit in Beruf und Freizeit sollte eine Bruchversorgung immer erfolgen.
Die gefürchtetste Komplikation des Leistenbruchs ist eine Einklemmung des Bruchsackes in der Bauchwand. Durch Schwellung des Gewebes kann ein Zurückgleiten des Bruchinhaltes in die Bauchhöhle verhindert werden. Darunter leidet die Blutzufuhr zu den eingeschnürten Gewebsanteilen, was eine Entzündung zur Folge haben kann. Im schlimmsten denkbaren Fall wird ein Darmstück eingeklemmt und es entsteht im Verlauf die Situation eines Darmverschlusses.
Dies wäre die Maximalkomplikation im Falle eines Leistenbruchs und müsste einer Notfalloperation, also der sofortigen Leistenbruch-OP unterzogen werden.

Alte und „ausgeleierte“ Leistenbrüche können belassen werden, da die Einklemmung hier sehr selten vorkommt. Manche Patienten haben sich seit Jahrzehnten mit der Situation arrangiert und wünschen keine Operation. Das kann man durchaus verantworten. Es sollte in jedem Fall eine Beurteilung durch den Chirurgen erfolgen. So genannte Bruchbänder sind funktionslos und überflüssig, sie haben sich nicht bewährt.

In Extremfällen ist der Bauchwandbruch so groß, dass ein riesiger Bruchsack von Kopfgröße und mehr vorliegen kann. Hier sprechen wir Chirurgen davon, dass der Befund „sein Heimatrecht im Bauch“ verloren hat. Die Erfahrungen mit der Versorgung eines solchen Leistenbruches sind unbefriedigend, daher muss im Einzelfall der Behandlungswunsch des Patienten sehr kritisch geprüft werden. Notfalls zieht man andere Kollegen beratend hinzu.

Leistenbruch – Leistenbruch-OP - Operationstechniken

Grundsätzlich kann man einen Bauchwand- oder Leistenbruch offen oder geschlossen versorgen. Bei der geschlossenen Versorgung des Leistenbruchs erfolgt eine Bauchspiegelung, die Laparoskopie. Durch kleine Schnitte in der Bauchwand werden eine Kamera und Instrumente in den Bauch eingeführt, von innen wird der Bruch zurückgezogen. Durch das Einlegen eines Netzes vor die Bruchlücke verhindert man, dass der Bruchsack zurückgeleitet.

Leistenbruch – Versorgung und Leistenbruch-OP im ALBERTUS ZENTRUM

Hier im ALBERTUS ZENTRUM erfolgt die offene Versorgung des Leistenbruchs, das heißt durch einen schmalen Schnitt in der Leistenbeuge oder an der Bauchwand wird der Bruch freigelegt und in den Bauch zurückgeschoben. Die Bauchwand wird darüber entweder ohne Netz in einer bestimmten Technik (Leistenbruch-OP - Operation nach Shouldice) vernäht, oder es wird ein Netz eingelegt (Leistenbruch-OP - Operation nach Lichtenstein). Die  Entscheidung hierüber hängt von der Gewebsqualität  ab, die man erst während des Eingriffes beurteilen kann. Weltweit sind die Leistenbruch-OP nach Shouldice und die Leistenbruch-OP nach Lichtenstein die am weitesten verbreiteten Methoden.

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 Drucken - Zuletzt bearbeitet: 04.11.2010