Medizinische Trainingstherapie

Für sehr viele Patienten, die eine medizinische Vorsorge betreiben möchten, ist es sinnvoll ein Training an Geräten durchzuführen. Zu diesem Zweck verfügt das ALBERTUS ZENTRUM über eine hochmoderne Einrichtung zur Diagnostik und Trainingstherapie, das FPZ Rückenzentrum Mönchengladbach. Hier wird mit dem Sportwissenschaftler, bzw. Diplomsportlehrer, zusammen eine genaue Analyse der vorliegenden muskulären Unter- oder Fehlfunktionen erstellt.
Auf dieser Grundlage kann ein individuelles Trainingsprogramm erarbeitet werden.

Es gibt jetzt ein Programm, das wirklich hilft
Rückenschmerzen gehören zu den medizinischen Phänomenen, mit denen nahezu jedermann im Laufe seines Lebens konfrontiert wird. Sie beeinträchtigen Gesundheit, Leistungsfähigkeit, persönliches Wohlbefinden und Lebensqualität.
Wissenschaftliche Studien des Forschungs- und Präventionszentrum (FPZ) Köln führten zu der Erkenntnis, dass die wirbelsäulenstabilisierende Muskulatur eine Schlüsselfunktion für die Vorbeugung und Beseitigung von Rückenschmerzen hat. Unter der Leitung des FPZ wurde in den Jahren 1990 – 2004 ein neues Behandlungsprogramm entwickelt: die analysegestützte medizinische Trainingstherapie für die Wirbelsäule (FPZ Konzept)

Das FPZ Konzept im Überblick
Das FPZ Konzept gliedert sich in drei Maßnahmen, die systematisch aufeinander aufbauen:
1. die Analyse (Dauer 90 Minuten)
2. das Aufbauprogramm (24 Trainingseinheiten à 60 Minuten)
3. das Trainingsprogramm zur weiterführenden Prävention (eine regelmäßige Trainingseinheit pro 5-10 Tage, Dauer jeweils 60 Minuten)
Auf der Basis der Analyseergebnisse wird für jeden Patienten ein maßgeschneidertes, individuelles Trainingsprogramm entwickelt. Regelmäßige Folgeanalysen dokumentieren die Fortschritte und ermöglichen die kontinuierliche Optimierung des Trainings.
Alle Trainingsmaßnahmen werden unter intensiver, individueller Betreuung durch menschlich und fachlich kompetente Trainingstherapeuten durchgeführt. Dieses einzigartige Betreuungskonzept garantiert ein Maximum an Wirksamkeit und Sicherheit bei einem Minimum an Zeitaufwand.

Die Analyse
Die Stärken und Schwächen im Muskelkorsett der Wirbelsäule lassen sich mit einer biochemischen Funktionsanalyse exakt bestimmen. Dabei werden speziell für das FPZ Konzept entwickelte High-Tech-Geräte eingesetzt.
Im Mittelpunkt der Analyse stehen genaue Messungen der Beweglichkeit von Rumpf- und Halswirbelsäule sowie der Kraft aller wichtigen Muskelgruppen. Die Messdaten werden von einem speziell entwickelten Softwareprogramm mit den Referenzdaten von beschwerdefreien Personen gleichen Alters verglichen. So entsteht innerhalb von 90 Minuten das muskuläre Profil der Wirbelsäule, quasi ein „EKG des Rückens“. Dieses ermöglicht eine objektive und eindeutige Interpretation des momentanen Funktionszustandes der Wirbelsäule.



Das muskuläre Profil bestimmt Umfang, Dauer und Häufigkeit der nachfolgenden Therapie und ermöglicht die Individualisierung und gezielte Steuerung aller Trainingsmaßnahmen. Die Trainingstherapie kann dadurch wie ein Medikament dosiert werden. So fließt kein Tropfen Schweiß umsonst und weder Energie, noch Zeit, noch Willenskraft werden vergeudet.

Das Trainingskonzept
Das Primärziel der Trainingstherapie ist die Optimierung der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur, inklusive Beseitigung bzw. Reduktion vorhandener Dysbalancen (muskuläre Ungleichgewichte) und Asymmetrien.
Im Mittelpunkt der langfristig orientierten Trainingstherapie steht die intensive körperliche Aktivierung des Patienten.
Ein ausgewogener und übersichtlicher Maßnahmenmix aus Krafttraining an den FPZ High-Tech-Geräten, Stretchingübungen sowie Übungen zur mechanischen Entlastung der Wirbelsäule und zur Entspannung der Rumpf-, Nacken- und Halsmuskulatur ermöglicht die systematische Ansteuerung der Trainingsziele.
Die Trainingsmethoden des FPZ Konzeptes wurden im Rahmen der 14-jährigen Konzeptentwicklung mit mehr als 35.000 Teilnehmern erprobt, überprüft und kontinuierlich weiterentwickelt.
Das anfängliche Aufbauprogramm umfasst i. d. R. 24 Trainingseinheiten, die innerhalb von 12 – 14 Wochen absolviert werden. Die nachfolgende weiterführende Prävention wird in Abhängigkeit vom erreichten Trainingszustand und der Motivation des Patienten mit minimaler Trainingshäufigkeit durchgeführt (im Mittel eine Einheit pro Woche). Jede Trainingseinheit dauert 60 Minuten.
Für das ergänzende Training zu Hause und auf Reisen werden zusätzlich individuelle Gymnastikprogramme entwickelt – detailliert, leicht verständlich und in schriftlicher Form.

Die Wirksamkeit des FPZ
Teilnehmer am FPZ Konzept profitieren gesundheitlich in vielfältigster Weise, unabhängig von Geschlecht und Alter.
Die Kraft und Leistungsfähigkeit der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur erhöht sich in drei Monaten von 30 bis 50%, die Beweglichkeit von Rumpf und Halswirbelsäule vergrößert sich in allen Bewegungsebenen um im Mittel sieben bis acht Grad. 91% aller muskulären Dysbalancen und Asymmetrien lassen sich innerhalb von sechs Monaten vollständig beseitigen.
Die vorhandenen Rücken- und Nackenbeschwerden verbessern sich bei 93,5% aller Patienten, durchschnittlich jeder zweite erlangt völlige Beschwerdefreiheit.
Die Lebensqualität steigert sich um im Mittel 22%, die Anzahl der Arztbesuche wegen Rückenschmerzen, die Inanspruchnahme von Krankengymnastik sowie der Gebrauch von Medikamenten reduzieren sich jeweils um deutlich mehr als 50%.

Weitere Informationen: www.fpz.de

 
 Drucken - Zuletzt bearbeitet: 11.05.2011