Fachbereich Orthopädie, Chirotherapie,

Sportmedizin, Physikalische Therapie


Orthokin - Arthrosetherapie

Die Therapie nach dem Orthokinverfahren zielt auf eine spezifische Entzündungshemmung im Gelenk hin. Dies wird durch körpereigene Botenstoffe (Interleukine bzw. Interleukin- Antagonisten) erreicht. Aus dieser Therapie folgt ein Knorpelschutz im Gelenk. Der durch den Verschleiß bedingte Knorpelverlust (Arthrose) und somit erzeugte Schmerz beeinträchtigt das Gelenk in seiner Funktion erheblich. Nach eingehender Untersuchung und Beratung wird zu Beginn ca. 60ml Blut mit einer speziellen Spritze aus der Vene entnommen. Das Innere der Spritze ist so gestaltet, dass die Immunzellen aus dem Blut zur Eigenproduktion eines körpereigenen Hemmstoffes des Immunsystems (Anti-Interleukin 1) angeregt werden. Im Labor werden die körpereigenen Stoffe vom Blut getrennt, so dass die so entstandene körpereigene Eiweißlösung in das erkrankte Gelenk zurückinjiziert werden kann. Es sei ausdrücklich betont, dass es sich ausschließlich um Eigenmaterial handelt. Es werden keinerlei körperfremde Substanzen der körpereigenen Eiweißlösung hinzugefügt. Diese Eiweißlösung wird in das erkrankte Gelenk zurückinjiziert. Je nach Ertrag werden in der Regel mindestens 6 Einzelportionen dieser Eiweißlösung gewonnen, die dann jeweils in regelmäßigen Abständen unter sterilen Bedingungen in das betroffene Gelenk eingebracht werden. Anschließend erfolgt eine Kontrolluntersuchung mit Beratung über das weitere Vorgehen und eine Beurteilung der Prognose.

Der Patient sollte 3 Tage vor dem Blutabnahmetermin auf fettreiches Essen verzichten und reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen. Es wird damit ein höherer Ertrag der später gewonnenen Eiweißlösung erreicht.

Das gewonnene Eiweiß hat eine hochgradig knorpelschützende und entzündungshemmende Wirkung. Das Grundprinzip der Gesamttherapie basiert auf der Tatsache, dass nach gesicherten biologischen Gesichtspunkten sehr spezifisch in das Schmerz- und Entzündungsgeschehen und damit in den prinzipiell dynamischen Prozess der Knorpelzerstörung (Arthrose) eingegriffen wird. Dieses Therapiekonzept basiert auf sorgfältigen Beobachtungen über mehrere Jahre an einer großen Anzahl von Patienten, unter anderem an der Universitätsklinik Düsseldorf und der Ruhruniversität Bochum. Da bei der Orthokinbehandlung ein körpereigenes Produkt verabreicht wird, ist dabei nicht mit spezifischen Komplikationen zu rechnen.

Nähere Informationen über die aktuelle Studienlage bezüglich der Orthokin -Therapie erhalten Sie über den Bereich "Presse & Veröfentlichungen" oder in einem persönlichen Gespräch.

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 Drucken - Zuletzt bearbeitet: 11.05.2011